10
2011
SEO-Reporting: Was gehört rein?
Reporting gehört einfach zur SEO-Arbeit. Es gibt Aufschluss über die Entwicklung einer Webseite, zeigt an wo Probleme liegen und natürlich warum sich SEO lohnt
. Dieser Post bezieht sich auf die Arbeit als Inhouse-SEO, weil ich hier aus persönlicher Erfahrung berichten kann. Wie viel Zeit man für einen Report investieren will oder darf, liegt zum einen an der persönlichen Gewichtung dieses Teilbereichs zum anderen an der Aufmerksamkeit, die den oft mühsam zusammengetragenen Zahlen, im Unternehmen zukommt.
Letzteres lässt sich meist (leider!) nur bedingt beeinflussen. Ein weiterer Punkt ist außerdem die Automatisierung bestimmter Abläufe, die einem viel Zeit sparen kann. Daher ist es durchaus sinnvoll beim Erstellen des SEO-Reporting-Sheets etwas mehr Zeit zu investieren und sich über Aufbau, Inhalt und das Zusammenlaufen der verschiedenen Datentöpfe (Webanalyse-Tool, SEO-Tool, interne Shop-Systeme usw.) Gedanken zu machen.
Ein monatlicher oder wöchentlicher Bericht, der innerhalb des Unternehmens weitergereicht wird, sollte Aufschluss geben über die Früchte der SEO-Arbeit. Erfolge und Rankingeinbußen müssen schnell ersichtlich sein. Doch auch Arbeitsanweisungen bzw. Empfehlungen für die angeschlossenen Abteilungen sollten enthalten sein. Technische OnPage-Aufgaben für die IT-Abteilung interessieren aber (in der Regel) den Chef nicht wirklich. Hier sollte man dann je nach Empfänger des SEO-Reportings Angleichungen vornehmen.
Je nachdem in welcher Branche man arbeitet, sollte das Reporting selbstverständlich ebenfalls angepasst werden. Dazu kommen natürlich individuelle Wünsche des Chefs oder firmeninterne Vorgaben.
Hier die blanken Kennzahlen, die meiner Meinung nach in ein SEO-Reporting gehören:
- Anzahl Backlinks & Domainpop
- Anzahl Seiten im Index
- Je nach SEO-Tool, Sichtbarkeitswert
- Diese Werte auch im Vergleich mit den wichtigsten Wettbewerbern (wichtig um Marktpotenzial zu erkennen, und weil es Nicht-SEOs eine guten Überblick gibt, wo das eigene Projekt steht), hier sollte man natürlich bei Bedarf aufklären, und deutlich machen, dass „viele Links“ nicht unmittelbar mit Erfolg gleichzusetzen sind. Ein qualitativer Blick auf das BL-Profil sprengt allerdings den Rahmen.
- Top-Money-Keywords (welche Keywords habe einen hohen ROI)
- Top-Traffic-Keywords
- Positionen der „Prestige“- Keywords
- Ranking-Verteilung (Anzahl Positionen auf SERP-Seite 1, 2 usw.)
- Organischer Traffic im Detail (aufgeschlüsselt nach Brand-Suche usw.)
Dazu kommen Arbeitsanweisungen, bzw. ein Status darüber, was im letzten Monat auf der Seite erledigt wurde:
- OnPage-Maßnahmen: Was steht an? Was wurde umgesetzt? (kurz und knapp)
- Gibt es (positive) Auswirkungen bereits umgesetzter Maßnahmen
Was gehört eurer Meinung nach in ein SEO-Reporting? Über Anregungen würde ich mich freuen.
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Echt schöner Post. Ermutigt mal wieder, dass der Ansatz als Inhouse SEO oft ein ganz anderer ist, als der eines Agentur SEOs
Danke dir! Bin mit der Agentur-Arbeit nicht so vertraut, aber ich denke mal, einer der größten Unterschiede liegt wohl daran, dass man als Inhouse (in der Regel) mehr Einsicht in sensible Daten erhält und nicht um den Analytics-Zugang kämpfen muss.
Super gelungener Artikel. Das wichtigste treffend zusammengetragen und publiziert.
Wichtig dabei finde ich, das man daraus ableiten kann, dass SEO Arbeit bedeutet.
Viele haben das gefühl, ich kaufe mir 4-5 Backlinks irgendwo ein und dann ranke ich bei den SERPS zuoberst,
Naja, jedem das seine. Steter Tropfen höhlt den Stein
Gruss
Marcello
Ich finde es manchmal auch sinnvoll, dass man sich selbst nicht nur an Mitbewerbern und der Branche misst, sondern auch selbst gesetzte Ziele im Auge behält. Außerdem könnte man noch einen kurzen Überblick über die Next Steps geben.
[...] tatsächlich in ein SEO-Reporting gehört, hat Natascha Lux in ihrem Blog “GedankenPogo.de” [...]
Bin gerade dabei unser SEO Tool Reporting zu verbessern. Da werden mir deine Anregungen wertvolle Dienste leisten. Ziel ist es einen automatisieren Bericht mit den wichtigsten SEO KPIs als E-Mail Report zu erstellen. Da wir eine Schnittstelle zu Analytics haben werde ich auch Absprungraten mit einblenden. Was nützt der Traffic wenn wir die falschen Besucher ansprechen…?
Ich denke auch wie Jan, dass der Kunde / Chef immer sehen will was geleistet wurde (auch wenn er es im Detail nicht verstehen wird).
Viele Grüße von der Ostseeküste
Carsten
Hallo natascha,
welche Tools setzte du zum erstellen von Reports ein?
Danke fuer die Tipps…
Moin Sonja,
die Daten die aus verschiedenen Quellen kommen, wie einem SEO-Tool (z.B. Sistrix) dem Webanalyse-Tool und dem Datawarehouse bringe ich in Excel zusammen. Zusätzliche Anmerkungen, Ziele und Arbeitsanweisungen dann in Word.
Viele Grüße
Vielen Dank für diese interessante Zusammenstellung. Ich habe eine Nachfrage: verwenden Sie mehrere SEO-Tools? Wenn ja, wie gehen Sie hierbei mit den (immer wahrscheinlichen) unterschiedlichen Daten in Bezug auch die Rankings um?
Hallo,
in der Regel nutze ich nur ein SEO-Tool.
Viele Grüße